Gluten- und ATI-Gehalt in Getreide

Gluten- und ATI-Gehalt in Getreide

️ Die sog. ATIs (Amylase-Trypsin-Inhibitoren), also die Abwehrstoffe des Getreides gegen Schädlinge, die eine Sensitivität gegen Gluten hervorrufen können (siehe vorheriger Beitrag), stecken in hohen Konzentrationen scheinbar vor allem im Weizen und mit dem Weizen verwandten Getreidesorten, wie Dinkel, Gerste, Roggen, Kamut oder Emmer

Einen niedrigeren ATI-Gehalt weisen dagegen wohl Buchweizen, Hirse, Teff oder Einkorn auf, während Linsen, Quinoa und Hafer noch geringere Anteile an ATIs zeigen und in Amaranth, Reis und Kartoffeln die niedrigsten Gehalte stecken.

️ Der Glutengehalt (sog. „Klebereiweiß“) ist in Dinkel am höchsten (> 9 g Gluten/100g), gefolgt vom Weizen (> 7g Gluten/100g). Roggen (> 3 g Gluten/100g) scheint unter den glutenhaltigen Getreidesorten den niedrigsten Gehalt aufzuweisen.

️ Unter dem Strich bedeuten diese Werte für alle, die sowohl Gluten als auch möglichst die ATIs reduzieren bzw. vermeiden möchten, dass die beste Wahl anscheinend Kartoffeln, Reis, Hafer, Quinoa oder Amaranth sind.

Allerdings ist mittlerweile auch die Auswahl an glutenfreien Mehlen oder Produkten sehr groß. Hierbei solltest du auf Bio-Qualität ohne Zusatzstoffe achten.

Glutenfreies Getreide wird auf extra Feldern angebaut und auch bei Transport & Verarbeitung werden gesonderte Maschinen verwendet.